Etwas ausserhalb von Peggys Cove übernachten wir auf einem, von einem älterem Pärchen geführten Zeltplatz. Die Frau erkundet sich nach unseren Frauen und kann es nicht ganz verstehen, dass 3 junge Männer wie wir ohne weibliche Begleitung unterwegs sind. Am nächsten Morgen fahren wir nochmals nach Peggys Cove, um den Sonnenaufgang zu erleben. Danach fahren wir der Küste entlang um halb Nova Scotia. An dieser wilden Küste fahren wir duch viele schmucke Fischerdörfchen, wie z.B. Luneburg. Dieser Ort besticht durch die bunt angemalten Häuser. Luneburg ist auch sehr touristisch und hat nebst den Häuser einen sehr schönen Hafen zu bieten. Nicht alle dieser Küstendörfer sind aber so auf Rosen gebetet wie z.B. Luneburg. Viele der abgelegenen Dörfer auf der Südspitze von Nova Scotia haben Probleme damit, dass nicht genügend Arbeit vorhanden ist und somit die Jugend in grössere Dörfer abwandert. Uns kümmert dieses Problem aber weniger, geniessen wir doch vielmehr mal abseits des Touristen-rummels die herrlichen Landschaften und Dörfer zu geniessen. Speziell in der Bay of Fundy ist sicher auch der immense Tidehub. Nirgends auf der Welt ist die Gezeiten-differenz, bis 15 Meter, grösser als hier. So ist es also keine Seltenheit, dass die Schiffe bei Ebbe im Hafen "auf Grund laufen".
 

Auf nach Newfoundland

Nach der Südschlaufe in Nova Scotia fahren wir über Halifax und Sheet Harbour auf sehenswerten Küsten-strassen Richtung Norden. Unser Ziel heute ist Sydney, nicht das in Australien, sonder der nördlich gelegene Ort, von wo wir mit der Fähre nach Newfoundland überschiffen wollen. Wir erreichen aber Sydney erst bei Dunkelheit und suchen gleich mal den Hafen um uns zu erkundigen wo wir Morgen hinfahren müssen um unseren Camper zu verladen. Doch dort angekommen sind wir sehr überrascht, dass eine Fähre bereitsteht, die um Mitternacht ablegen wird. Wir bekommen auch ohne Reservation noch einen Platz. So reihen wir uns neben all den grossen Trucks und anderen Fahrzeugen ein. Nach einer ruhigen Überfahrt erreichen wir etwas früher als geplant Newfoundland. Auch hier haben wir natürlich wieder eine grosse Tour vor uns. Auf den ersten Blick scheint dieses neugefundene Land sich nicht gross vom restlichen Kanada zu unterscheiden. Wir fahren gleich am ersten Tag in den nördlichsten Zipfel von NFL nach L'Anse aux Meadows. Dort ist eine Wikinger Siedlung originalgetreu nachgebaut worden. Denn angeblich sollen hier die ersten Wikinger auf Land gestossen sein. Das regnerische Wetter passt irgendwie zur Stimmung dort oben. Bei der Rückfahrt bessert dieses dann wieder.