Tosende Fälle..
Nach 4070 km vom Dinosaur P.P. erreichen wir dann endlich die Niagara Fälle. Dort gönnen wir uns einen Tag Pause. Die berühmten Niagara Fälle sind wirklich sehr schön, doch finde ich das ganze Drumherum etwas too much. Die Betongebäude sind wirklich fast bis zu den Fällen gebaut und das treiben in der Stadt erinnert mehr an einen riesigen Rummelplatz, als ein Naturschauspiel. Einen sehr guten Ausblick auf die Fälle haben wir vom Tower. Mit der Maid of Mist fahren wir, in mitten vieler Touristen, alle mit einem blauen Regenmantel bekleidet, zu den Fällen und geniessen eine Dusche. Dank einem Tunnelsystem können die Fälle auch von unten bewundert werden.
Am nächsten Tag geht's dann wieder nach Toronto, dort holen wir meinen Cousin Michael vom Flughafen ab. So fahren wir von nun an zu dritt der Sonne entgegen. Toronto lassen wir gleich hinter uns und fahren dem Lake Ontario entlang über Newcastle nach Kingston. In Ganaogue beginnen dann die berühmten 1000 Island. Auf so mancher kleinen Insel haben sich hier die wohlbetuchten Leute ihr Ferientraumhaus aufgebaut. Weiter nördlich fahren wir dann zur Hauptstadt von Canada nach Ottawa. Da in dieser Stadt die Zeltplätze rar sind suchen wir nach einem Wallmart. Denn auf den Parkplätzen dieser Warenhauskette ist es erlaubt zu übernachten. Nach langer Suche finden wir dann endlich einen Wallmart. Es wird natürlich gleich der Grill ausgepackt und ein paar Pouletbrüstchen gegrillt. Ein Einkaufswagen dient dabei als Tisch für den Gasgrill. Am nächsten Morgen machen wir uns zu Fuss auf den Weg die City von Ottawa zu erkunden. Nebst dem Parlamentsgebäude bietet die Stadt weitere Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das Chateau Laurier-Hotel oder die National Gallery of Canada. Wer die tolle Aussicht vom Turm des Parlamentsgebäude geniessen will muss vorher ein Hochsicherheitscheck über sich ergehen lassen.
 
Französisches Canada
Von Ottawa ist es noch ein Katzensprung bis nach Montreal. Spätestens in dieser Stadt ist dann Schluss mit Englisch und wir versuchen mit Französisch über die Runden zu kommen. Montreal ist einfach riesig. Über unzählige Brücken und Verzweigungen schaffen wir es bis ins Zentrum. Die Wegweiser sind zum Teil echt verwirrend und viele der Strassen in und rund um Montreal sind in einem baufälligen Zustand. Per SMS haben wir mit Daniel und Marco abgemacht die zufällig auch in dieser Stadt sind. Zusammen gehen wir zum Italiener zu einer kleinen Pizza und einem Bierchen. Danach gehen wir auf einen Zeltplatz ausserhalb der Stadt.
Am nächsten Tag fahren wir wieder mit unserem Camper in die grosse Stadt. Es ist etwas schwierig für unseren grosses Fahrzeug einen Parkplatz zu finden. Zu Fuss geht's dann durch die City. Die Notre Dame von Montreal gefällt mir persönlich sehr gut. Diese Kirche ist innen bis ins kleinste Detail verziert. Die Ruhe in der Kirche lässt uns auch für eine kurze Weile den Stadtrummel vergessen. In der nahe gelegenen National Bank kommen wir mit dem Sekuritas der Bank ins Gespräch. Als wir ihm erzählen, dass wir von der Schweiz sind beginnt dieser zu schwärmen. Wir staunen auch nicht schlecht, als er uns diverse Fussballvereine in der Schweiz aufzählt. Er meint auch wir sollen doch Kader von Servette Genf mal einen Gruss ausrichten von ihm. Er sei ein guter Freund von Kader und sein Ziel sei es auch eines Tages in der Schweiz, oder in einer anderen europäischen Liga Fussball zu spielen.
Was von weitem aussieht wie eine Sprungschanze ist das Olympiastadion der Sommerspiele von 1976. Im Volksmund wird dieses Gebäude liebevoll "Big Zero" genannt, nagt dieses weisse Riesenteil doch immer noch an den Steuergelder der Einwohner von Montreal