Warten auf Go to

Nicht schlecht staunen wir am nächsten Tag als wir wieder Richtung Banff fahren. Es hat doch tatsächlich einen Zuckerguss auf den Tannen. Die Temperaturen sind unter dem Gefrierpunkt und wir sind froh um unsere Winterkleider.
Eigentlich wissen wir nicht genau ob wir jetzt enttäuscht wegen des schlechten Wetters, oder uns an der prächtigen Winterlandschaft erfreuen sollen. Schliesslich hat nicht jeder die Chance innerhalb von 48 Stunden die verschiedenen Sehens-würdigkeiten im Park in 2 völlig unterschiedlichen "Kleider" zu sehen. Der Lake Peyto z. B. strahlt bei diesen Wetterumständen noch die grössere Ruhe aus als zuvor. Auch am nächsten Tag bietet sich uns wieder das selbe Bild. Wolken behangene Berge und Schnee wohin man schaut. Löcher in der Wolkendecke sind absolute Mangelware. So beschliessen wir die Rockies zu verlassen und brechen auf nach Calgary. Bald schon sehen wir die Rockys nur noch im Rückspiegel. Je weiter wir von den Bergen wegfarhren umso besser wird auch das Wetter wieder. In der Olympia-Stadt von 1988 verbringen wir 2 tolle Tage und treffen tatsächlich wieder auf bekannte Gesichter, läuft uns doch Marco und Daniel, Kollegen aus Vancouver, im Olympia-Park über den Weg. Die Stadt Calgary gefällt mir sehr gut. Sie ist zwar klein aber fein.
 

Auf zu den Dinos
Nach einem tollen Abend mit dem Hockeymatch der Calgary Flames gegen die Edmonten Oilers und anschliessendem Tänzchen im Cowboys, dort sollen angeblich die schönsten Frauen der Stadt aus und ein gehen, verlassen wir Calgary. Unser nächstes Ziel ist der Dinosaur P.P. Dieser Park trägt seinen Namen wegen der Urtiere. In diesem Landteil wurden die meisten Dinosaurierskelette in Canada gefunden. Nebst den ausgebuddelten Überresten gefällt mir dieser Park vor allem wegen seiner speziellen, bizzaren Land-schaft. Am Nachmittag wandern wir zwischen den von Wind & Wasser geformten "Dreckhügeln" herum. Endlose Weiten...
Die nächsten Tage verbringen wir die meiste Zeit in unserem Camper. Es heisst die lange Strecke bis nach Toronto zu überwinden. Obwohl auf dieser Strecke nicht sehr viele Touristische Highlight liegen war es doch ein besonderes Erlebnis diese unglaublichen Weiten richtig zu spüren. Auch die Wolken am Himmel bieten immer wieder spezielles. Wir können auch mindestens 2 Regenbogen pro Tag bewundern. Ja der Regen war auch ein ständiger Begleiter auf den langen Tagesstrecken. Meist übernachteten wir in kleinen Prov. Parks, einmal nächtigten wir auch hinter einer Tank-stelle zwischen Schrottautos und riesigen Trucks.