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Der Rückflug zur Hauptlodge wird trotz herrlicher
Kulisse, denn das Wetter hat sich mittlerweile gebessert,
zu einem Trauerspiel. Völlig niedergeschmetter,
bis zu den Knien klatschnass und mit viel Rauch in den
Lungen fühlen wir uns echt mies. Angekommen in
der Hauptlodge reagiert der Besitzer sehr abgeklärt
und ist in erster Linie froh das niemand körperlicher
Schaden erlitt. Wir erklären den ganzen Hergang
und sind natürlich sehr betroffen das die Hütte
abbrannte, sind uns aber auch keiner Schuld bewusst.
Schliesslich übergeben wir den Fall den Versicherungen
und können dann am Nachmittag weiter reisen.
Wir fahren weiter nördlich bis nach Watson Lake.
Dieses kleine Ort im Yukon ist berühmt dank seinem
Schilderwald. Ein einfacher Soldat legte den Grundstein
für die Popularität von Watson Lake. Vom Heimweh
geplagt nagelte das Ortsschild seiner Heimat an einen
Baum. In den letzten 40 Jahre entstand so der grösste
und wohl verrückteste Schilderwald. In diesem Meer
von Bunten Tafeln sind auch immer wieder Schweizer Namen
zu finden. Heute wird dieses Touristenmagnet natürlich
voll ausgekostet und man kann auch selbstbemalte Tafeln
anbringen. Meiner Meinung tragen diese aber nicht zu
der Attraktivität bei und sind eher störend.
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Auf dem Steward Highway
Die nächsten 2 Tage fahren wir südlich auf
dem Steward Highway durch grosse Wälder. Die Strasse
ist nicht ganz so gut ausgebaut wie der Alaska Highway
und unser Camper wird kräftig durch-geschüttelt.
Wir machen dann einen kleinen Abstecher nach Steward
& Hyder. In Hyder, das übrigens zu Alaska (U.S.A.)
gehört, kann man angeblich viele Bären beobachten
wie sie die fetten Lachse aus dem seichten Bach fischen.
Tatsächlich sehen wir dann viele Braun und auch
Grizzli Bären die sich im, mit Lachsen über-füllten
Bach tummeln. Es hat so viele Lachse, dass die Bären
die männlichen Lachse meist nur anknabbern und
bevorzugen die mit Leicheiern gefüllten Weibchen.
Es ist schon toll diesen kräftigen Bären beim
fischen zuzusehen. Doch hat das Schauspiel schon etwas
Zoocharakter, stehen doch sicher über 100 Touristen
auf einem sicheren Holzsteg. Alle sind natürlich
mit Fotoapparat, Teleobjektiven und Feld-stecher ausgerüstet.
So bekommt die "spannende" Bärenbeobachtung
ein etwas fahlen Beigeschmack. Ohne "Käfer"
im Schlepptau fahren wir weiter und verlassen das verschlafene
Hyder Richtung Prince Rupert. Diesen Küsten-ort
erreichen wir über Hazelton und Terrace. Für
die morgige Inside Passage hoffen wir auf besseres Wetter,
regnet heute wieder mal in strömen.
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