Dank meinem warmen Schlafsack verbringe ich eine weitere angenehme bitter kalte Nacht. Am nächsten Morgen erlebe ich wieder eine tolle Pirschfahrt mit viel Wild. Nach dem Frühstück wollen wir doch noch versuchen einen Fisch bei Tageslicht an Land zu holen. Mario gelingt dieses Kunststück nach einer Weile. Doch das war wohl eher der angenehme Teil der Übung, denn jetzt heisst es die Fische zu töten und sie sorfältig auszunehmen. So nimmt jeder einen Fisch aus, für jeden ist es das erste Mal. Auf der heissen Glut im Outdoor Backofen grillen wir dann die Fische schön gar. Mit Kartoffeln als Beilage schmecken diese dann vorzüglich. Mmmhhh lecker!

Am Nachmittag unternehmen Mario und ich eine aus-gedehnte Kanutour. Wir fahren See aufwärts bis zum Ende des Sees. Dort ange-kommen denken wir, wenn wir schon mal hier sind fahren wir doch gleich noch Fluss aufwärts weiter. Wir folgen dem schlangenlinienförmigen Bach bis wirklich kein weiterkommen mehr ist mit unserem Kanu. Unter anderem kommen wir auch an einer Biberburg vorbei. Am Himmel schieben sich dunkle Wolken vor und keine Viertel-stunde später giesst es wie aus Kübeln. Wir paddeln was das Zeug hält, zuerst gilt es die vielen Kurven zu meistern vor die lange Fahrt auf dem See beginnt. Der Wind peitscht uns den Regen ins Gesicht. Laute Donner grollen und Blitze zischen unweit entfernt von uns . Wir pullen weiter was das Zeug hält und sind froh als uns Michel und Michi mit dem Motorboot entgegen kommen. Im Schlepptau erreichen wir dann alle völlig durchnässt die warme Hütte. Nach einer "währschaften" Mahlzeit und mit trockenen Kleider gehts uns schnell wieder bestens. Das trübe Regenwetter bleibt uns dann auch die nächsten 2 Tage erhalten und die Temperaturen fallen unter 10 Grad.
 

So verbringen wir viel Zeit in der gemütlichen Hütte und Jassen uns die Finger wund. So verlängert sich unser Aufenthalt auch unfreiwillig um ein Tag, da es definitiv kein Flugwetter ist.

Trauriges Ende
Auch am nächsten Tag rechnen wir so gegen vier Uhr nicht mehr damit, dass sie uns abholen kommen. Unsere Lebensmittelvorräte sind schon praktisch aufgebraucht und so sind wir alle erleichtert, als wir das Motorengeräusch der Propellermaschine hören. So heisst es alles rasch zusammenpacken. Doch da der Pilot nur mit der Zweiplätzer-maschine fliegen konnte, müssen Michel und ich noch warten bis er Mario und Michi ausgeflogen hat und hoffentlich heute noch wieder zurückkommt. So verbringen Michel und ich die Zeit damit die Hütte auf Hochglanz zu polieren und ich wasche noch das Geschirr ab. Als Michel vom Wasser holen zurückkommt schlägt er Alarm. Da brennts!!! Tatsächlich modert ein Feuer rund um den Kaminaustritt im Unterdach. Wir machen sofort das Feuer im Ofen aus und beginnen unverzüglich mit Löschversuchen. Das Wasser müssen wir Kübelweise aus dem See holen. Wir lassen nichts unversucht und Löschen von unten, vom Dach her und brechen das Unterdach auf. Doch das Feuer hat sich schon zu weit ausgebreitet. So müssen wir auf Schadens-begrenzung arbeiten und bringen alle Motoren, Boote, Kocher und das bewegliche Mobiliar in Sicherheit. Schliesslich müssen völlig hilflos und schweren Herzens zusehen wie die lieb gewonnene Blockhütte völlig abbrennt.