Wildnis pur

Zur Hütte gehören auch 2 kleine Motorboote und ein Kanu. Da aber nur ein Satz Paddel vorhanden ist, schreinern wir rasch zwei neue Paddel. So können wir mit zwei Booten auf Pirschfahrten gehen. Angeblich soll es hier viele Elche zu sehen geben. Tatsächlich schon auf der ersten Pirschfahrt sehen wir ein Weibchen mit 2 Jungen. Wir geniessen die Wildnis weit ab von den lärmenden Strassen & dem Touristenrummel. Zum kochen hat es in der Hütte einen tollen Gaskocher mit dem wir im nu eine feine Mahlzeit herbei-zaubern. Vor dem schlafen Jassen wir noch bis spät in die Nacht hinein. Am nächsten Morgen kitzelt mich das warme Morgenlicht als erster aus den Federn. So gehe ich, während die andern noch schlafen halt alleine auf Pirschfahrt. Anfangs ist es etwas komisch das Kanu alleine zu steuern doch nach einer Weile klappt es dann bestens. Das frühe Aufstehen hat sich dann wirklich gelohnt und ich sehe mehrere Elche die friedlich am grasen sind. Mit dem lautlosen Kanu komme ich ganz nahe an die riesigen Tiere. Diese sind übrigens exzellente Schwimmer und es ist kein Problem für sie einen grossen See zu durch-schwimmen. Wieder zurück bei der Hütte sind die anderen auch schon erwacht und ein reichhaltiges Frühstück bringt uns auf Touren.

 

Nach dem Essen versuchen wir wieder unser Glück am Fischen. Wir brechen die Übung nach zwei weiteren erfolglosen Stunden ab. Mit den 2 Motorbooten erkunden wir dann den südlichen Teil des Sees. Ganz unten am See entdecken wir im Wald ver-lassene Hütten. Die Neugier treibt uns an Land und etwas überrascht finden wir ein ziemliches Chaos vor. Überall liegen Ölfässer und allerlei anderer Schrott herum. Die verlassenen Hütten mussten Jäger gehört haben, denn wir entdecken auch viele Tier-fallen. Für uns ist es unbe-greiflich, wie man eine solche Sauerei zurücklassen kann. Weiter geht dann die Pirsch-fahrt am anderen Ufer entlang wieder zurück zur Hütte. So sind wir gerade rechtzeitig zurück bevor es zu regnen beginnt. Doch Zeit zum ausruhen bleibt keine, denn es heisst das Stativ aufstellen und die Atemberaubende Abendstimmung auf Film festzuhalten. Manchmal muss man als Fotograf halt auch etwas erfinderisch sein um seine Kamera zu schützen. Nach dem Essen versuchen wir uns mal als Nachtfischer und siehe da schon nach einer halben Stunde zappelt der erste Fisch im Netz. Doch was nun Hunger hat keiner mehr von uns und einen Kühlschrank um die Fische frisch zu halten fehlt. So beschliessen wir die Fische in einem kleinen Käfig über die Nach frisch zu Halten. Kurz vor Mitternacht haben wir dann bereits 4 Fische gefangen.