|
Über zwei Pässe musst du gehen...
Mein nächstes Ziel ist die Sonnenstube der Schweiz,
dass Tessin. Da ich die Schweiz nicht verlassen will
heisst das für mich zuerst über den Julierpass
und dann hinunter nach Tiefencastel. Bei Thusis beginnt
dann der nächste grössere Aufstieg zum Passo
del San Bernardino. Trotz der Strapazen geniesse ich
die Bergfahrt und kämpfe mich Meter für Meter
hinauf zur Passhöhe. Dort auf 2065 Meter über
Meer herrschen kühle Temperaturen. So wird vor
der Talfahrt nur kurz die Windjacke montiert & los
geht der Fahrspass. Mit Geschwindig-keiten bis zu 81
km/h brause ich zu Tal. Das voll bepackte Velo scheint
schier auseinander zu brechen.
Bella Ticino
Das wegen der angenehmen Temperaturen beliebte Tessin
bietet italienisches Flair in der Schweiz. Dabei sind
vor allem die zwei Seen Lago Maggiore & der Lago
di Lugano beliebte Ferienziele. Viele Schweizer und
deutsche Touristen zieht es immer wieder in die Sonnenstube.
Die Uferpromenade in Ascona z.B. lädt zum verweilen
ein. Viele kleine Restaurants bieten italienische Spezialitäten
an. Am Abend zeigen Strassen-künstler aller Art
ihr können. Ich erkunde auch die weitere Umgebung
von Ascona und Locarno. Highlights sind sicher das Maggia
und das Verzascatal. Eiskalte Bergbäche bringen
Abkühlung an heissen Sommertagen.
|
Kick für Adrenalinjunkies
Wem das Sonnbaden am Strand zu langweilig ist dem bietet
sich im Valle Verzasca ein besonderes Ferien-erlebnis.
Von der Mauer des Stausees können mutige den höchsten
Bungiejump in Europa machen. Obwohl ich keine Höhenangst
habe ist diese Mauer doch wohl ein "bisschen"
zu hoch um herunter zu springen. Ein Blick in die tiefe
genügt mir vollends. Hut ab von all denen die den
Mut zusammen-bringen. Ich erkunde lieber noch ein bisschen
das Verzascatal und fahre noch bis Brione. Danach radle
ich über den Monte Ceneri nach Lugano. In Agno
am Luganersee schlage ich mein Nachtlager auf.
Lange erhole ich mich aber nicht am Sandstrand des Campingplaztes.
Ich erkunde lieber noch ein wenig die Region und fahre
noch über Morcote, Melide und Lugano wieder zurück
nach Agno. Am nächsten Tag fahre ich wieder Richtung
Berge und strample über den Monte Ceneri, Bellinzona,
Biasca nach Chiggiongna. Auf dem Zelt-platz lerne ich
einen älteren Holländer kennen. Er ist auch
mit den Fahrrad unterwegs und hat schon eine längere
Tour hinter sich. Mit ihm fahre ich am nächsten
Tag bis nach Airolo, dort trennen sich unsere Wege wieder,
da er über den Nufenen und ich über den Gotthardpass
pedalen will. So geht's wieder alleine bergwärts.
|