Kings Canyon - Trekking im Zentrum

In Alice Springs kaufen wir bei Andrew Langford drei Didgeridoos nach langer Testphase und guter Beratung. Es gelingt uns sogar dem Didgeridoo ein paar recht angenehme Töne zu entlocken. Der grosse Meister zeigt uns dann noch vor wie es eigentlich klingen sollte. Wow! Da wir die Didgeridoos nicht auf der weiteren Reise als zusätzlichen Balast dabei haben wollen senden wir diese per Post nach Hause. Am nächsten Tag fahren wird dann zum Kings Canyon. Dieser befindet sich auf dem Weg zum Ayers Rock. Nach einer Megaroute über Erlunda, Mt. Ebnezer und Kings Creek erreichen wir um 15.30 Uhr den Kings Canyon. Auch am späten Nachmittag ist es noch eine Gluthitze hier. Doch diese hindert uns nicht daran den wunderschönen Trail rund um den Kings Canyon zu bewältigen. Die vielen Fliegen sind da schon viel die grössere Plage. Für die 6 km werden am Anfang vom Trail 4 Stunden angegeben. Wir meistern die Strecke doch glatt in 2 Stunden. Am Schluss vom Trail begegnen wir drei Ladies.

Ayers Rock (Uluru) - Der heilige Berg
So freundlich wie wir sind nehmen wir diese gleich noch mit bis zum Zeltplatz. Mit fünf Leuten und jede Menge Gepäck ist unser Corsa gefüllt bis zum Dach. Zum Dank laden uns die Mädels noch zu einem Drink ein. Heute übernachten wir Open Air unter einem atemberaubenden Sternenhimmel. Am nächsten Morgen brechen wir auf zum Ayers Rock. Wir sind gespannt auf den roten Berg. Dann plötzlich taucht er auf am Horizont. Wirklich imposant, dieser "Sandbrocken" mitten in der Wüste. Wir drehen gleich mal eine Runde um den Uluru wie er in der Aborigenes Sprache heisst. Es wird natürlich geknipst aus allen Lagen und von allen Seiten.
 

Mt. Olga

Nachdem wir den Ayers Rock fürs erste genug abgelichtet haben fahren wir zur nächsten Attraktion zu den Kata Tujta. Diese rundlichen 36 Gesteins-kuppeln sind "nur" 45 km entfernt und leuchten nicht minder rot als der Ayers Rock. Übersetzt bedeutet Kata Tujta "Viele Köpfe". Auch hier hat es natürlich viele touristische Köpfe unterwegs und wir sind nicht alleine auf dem stündigen Trail zum Canyon. Mir persönlich gefällt diese Gesteinsformation super. Der höchste und berühmteste Kopf der Mt. Olga ist mit seinen 1072 Meter fast 200 Meter höher als der Uluru. Aus der Nähe ist der Gesteinsunterschied zum Ayersrock deutlich sichtbar. Es ist kein
Sandstein sondern ein kongolmerat aus verbackenem Geröll.
Danach fahren wir wieder zurück zum Uluru, da wir den Sunset auf keinen Fall verpassen wollen. Interessant ist es wie der Ayers Rock je nach Stand der Sonne die Farbe wechselt. Bei der tiefstehenden Abendsonne scheint dieser förmlich zu glühen. Wir geniessen dieses Naturschauspiel in vollen Zügen und fahren erst bei Dämmerung wieder zum Zeltplatz. Bevor wir uns aufs Ohr hauen geniessen wir das herrliche Himmelszelt, bestückt mit abertausenden, leuchtenden Sternen.
Am nächsten Tag holt uns der Wecker schon um 4.30 Uhr raus aus dem Schlaf. Denn unser Ziel ist es heute den Ayers Rock zu besteigen. Nach einer 1/2 stündigen Wanderung erreichen wir, als erste den Gipfel des Ayers Rock. Oben angekommen weht uns ein starker Wind um die Ohren.
Die Aborigines sehen es eigentlich nicht gerne wenn ihr heiliger Berg von den Touristenmassen überströmt wird. Nun es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er trotzdem den Berg besteigt. Wir haben diese Wanderung auf jeden Fall genossen.