Auf unserer Reise nach Australien im Jahre 1997 wählten wir die Stadt Hong Kong für einen 3 tägigen Zwischenhalt aus. Damals war der Anflug alleine schon eine Reise wert. Wir landeten mit einem Jumbo der Cathay Pazific mitten in dieser riesigen Metropole. Man segelt über die Dächer der Stadt und die Wolkenkratzer scheinen zum greifen nahe. Heute ist dieses Erlebnis ja nicht mehr möglich da ein neuer Flughafen auf der ausgeebneten Insel Chek Lap Kok gebaut wurde. Denn Bauland ist in dieser Millionenstadt wirklich rar. Deshalb erstaunt es auch nicht, dass in die Höhe gebaut wird und die Stadt fast auschliesslich aus Wolkenkratzer besteht. Für uns beide ist es die erste Millionenstadt die wir besichtigen. So wirkt das Leben der Einwohner erst etwas befremdend auf uns. Alles ist sehr hektisch und überall klingeln Handy's und das in einer Zeit wo in Europa gerade Mal die ersten mobilen Phones im kommen sind. So erforschen wir mit grosser Neugier diese für uns neue Welt. Zu Fuss schlendern wir durch die Strassen mächtig beeindruckt von all diesen riesigen Gebäuden. Wir sind im Dezember 1996 in Hong Kong, also gerade noch bevor diese Stadt nach 99-jähriger "pacht" von England wieder an China geht. Wir sind zwischen Weihnachten und Neujahr in dieser Millionenstadt. Überall sind Kinder mit ihren roten und kitschig blickenden Weihnachtsmützen unterwegs. Auch viele der Wolkenkratzer sind mit speziellen Weihnachtsbeleuchtungen verziert. So leuchten uns rieseige Lichterbäume und andere Weihnachtssymbole entgegen.
Auch strahlen viele Neonlicht-Reklametafen von namhaften Firmen und die ganze Statd verwandelt sich in ein riesiges Lichtermeer. Am Hafen geniessen wir die Skyline der Stadt.
 


Riesige Einkaufscenter und Einkaufsstrassen laden ein zum shoppen. Da wir für unsere Australienreise noch je einen Discman kaufen wollen und die technischen Geräte ja so billig sein sollen konzentrieren wir uns vorerst auf die Multimedia-Shops. Solche hat's in Hong Kong wie Sand am Meer. Doch zu unserem Erstaunen sind die Geräte nicht viel billiger als in der Schweiz. Wir müssen auch feststellen, dass in dieser Big City nicht nur viele Schlitzaugen leben, sonder auch ein paar "Schlitzohren". In einem dieser Shops haben wir den Kauf schon so gut wie getätigt. Doch da zögert der Verkäufer plötzlich und will uns ein älteres Modell verhökern. Doch so schnell lassen wir uns natürlich nicht überreden und beharren auf den ausgesuchten Player.
Doch der Verkäufer wird plötzlich ein wenig agressiv und wirft uns chinesische Wörter an den Kopf die wir sowieso nicht verstehen. Uns wird ein wenig mulmig und wir können die ganze Aufregung nicht verstehen. Schliesslich zerreisst das "Schlitzohr" in einem Wutanfall unsere, schon unterzeichneten Visa-Belege unns schickt uns vor die Tür. Wir kramen rasch die zerissenen Belege zusammen und verlassen fluchtartig den Laden. Trotz dieser Geschichte hat mir Hong Kong sehr gut gefallen. Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich den herrlichen Ausblick vom "The Peak" wie der Berg kurz genannt wird.

Auch tief beeindruckt hat mich die moderne Hochausarchitektur. Glasfassaden in allen Farben und Formen. Eines der auffälligsten Gebäude ist sicher das Lippo Centre.

Ein Besuch in Hong Kong lohnt sich auf jeden Fall.