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Botswana - Natur pur im Chobe Nationalpark
Wir wählten die wesentlich längere Route über
Gobabis und Ghanzi nach Maun, weil wir das Risiko durch
den Caprivi-Zipfel zu fahren nicht eingehen wollten.
So treffen wir nach langer Fahrt in Maun ein. Dort übernachteten
wir im Audi Camp und organisieren in einem kleinen Reisebüro
unseren Okavanga Delta Trip für die nächste
Woche. Zuerst steht der Besuch des Chobe Parks auf dem
Programm. In Botswana ist alles ganz anders als in Namibia
und man benötigt ein Permit um ein Nationalpark
zu besuchen. So machen wir uns auf den Weg um diese
Permit zu besorgen. Doch heute ist ja Sonntag und das
Infocenter ist, zu unserem Pech, geschlossen. Tja was
nun!
Wir beschliessen trotzdem zum Chobe aufzubrechen und
besorgen uns noch rasch in einer Bank ein paar Phula.
(Währung von Botswana) Dann beginnt die abenteuerliche
Fahrt. Nichts ist mehr wie es in Namibia war, schon
einige Kilometer nach Maun ist Schluss mit einer ordentlichen
Strasse und eine tiefe Sandpiste fordert einiges an
Fahrkunst und alle Geländegänge werden benötigt.
Auch die Beschilderung
lässt zu wünschen übrig, ist sie doch
schlichtweg nicht vorhanden. So fahren wir nach Gefühl
und mit Kompass Richtung Chobe. Nach etwa 2 Stunden
Fahrzeit sind wir echt froh, dass wir das South Gate
des Chobe NP erreichen. Glücklicherweise lässt
uns der Ranger auch ohne Permitt hinein und teilt uns
mit wir können dann die Permitt im Savuti Camp
zahlen. Ok machen wir doch! Auf der fahrt bis zum Savuti
Camp können wir schon die ersten Elefanten beobachten.
Es ist nicht gerade eine Seltenheit einen dieser grauen
Riesen anzutreffen, herrscht doch im Chobe Park die
grösste Konzentration an Elefanten ganz Afrikas.
Hier leben teilweise bis zu 35'000 dieser Tiere. Angekommen
im Savuti wird gleich der Grill angeschmissen, sprich
ein grosses Feuer entfacht. Als sich dann während
dem grillieren 2 Hyänen bis 6 Meter an uns heranwagen
wird uns schon ein wenig mulmig. Doch Michel vertreibt
die hässlichen Vierbeiner mit dem Campingstuhl
als wären es gewöhnliche Hauskatzen. Ja hier
sind wir wirklich mitten in der wilden Natur. Im Gegensatz
zu Namibia schütz uns hier kein Drahtzaun rund
ums Camp. Die Grillade hat dann doch vorzüglich
geschmeckt. |
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Elefantensicheres Savuti
Die
Sanitären Anlagen sind sehr modern und mit einer
3 Meter dicken Betonmauer vor den Elefanten geschützt.
Diese haben vor einigen Jahren auf der Suche nach Wasser
den ganzen WC-Block dem Erdboden gleichgemacht. Auch
die Wasserhahnen auf dem Zeltplatz sind absolut Elefantensicher.
Als wir dann unsere Permitt bezahlen wollen haben wir
ein kleineres Finanzproblem.
So akzeptiert doch der Ranger keine Kreditkarten und
Phula haben wir viel zu wenig, sind doch die Preise
in Botswana einfach horrend. Auch Namibische Dollars
werden nicht akzeptiert und so werden wir gebeten am
nächsten Camp zu zahlen. Aber klar doch!! Am Ngoma-Gate
erzählen wir einem Ranger schon zum X-ten Mal unsere
Story wie wir es geschafft haben, durch den ganzen Chobe
zu reisen ohne Permit. So meint
dieser wir sollen nach Kasane fahren um dort
auf einer Bank Phula zu wechseln und dann am Nord-Gate
zu zahlen. Aber sicher!! Wir erzählen ihm dann
noch, dass wir eigentlich die Chobe Riverfront-Route
nehmen wollten. Kein Problem sagt dieser und lässt
uns somit anstatt auf die Schnellstraße nach Kasane
wieder in den Nationalpark. Dort kommen wir aber sehr
langsam voran und wir realisieren das wir es nicht mehr
vor dem Anbrechen der Dunkelheit nach Kasane schaffen
werden. So wollen wir auf dem Ihaha Camp übernachten.
Doch dort treffen wir auf einen jungen, oberkorrekten
Ranger der uns ohne Permit nicht einlässt und sagt
wir müssten nach Kasane fahren um Geld zu holen.
Somit heisst es aber vollgas nach Kasane. Am Gate nehmen
sie uns beim Austritt dann einen Pass ab, damit wir
auch sicher wieder zurückkommen um zu zahlen. Die
Bank in Kasane hat natürlich schon geschlossen.
So wechseln wir an einer Hotelreception nur einen hunderter
US$, denn für 2 hunderter reichen Ihre Phulavorräte
nicht aus!! Zurück am Gate bezahlen wir mal einen
Teil unserer Schulden. Wir fragen dann nach einem Zeltplatz,
da sagt doch der Ranger zu unserer Überraschung
wir dürfen auch nach Ihaha fahren. |
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