Was einmal klappt, klappt auch ein zweites Mal....?


Wir beschliessen zuerst zum Chudop Waterhole zu fahren um zu sehen, ob die Löwen noch da sind. Wir haben Glück und es sind noch alle da. :-) Einer ist gerade mit morgendlichen Dehnübungen beschäftigt. Ein ausgetrockneter Elefant dient dabei als Turngerät. Die Löwen beschlagnahmen immer noch das Wasserloch. Als erster wagt sich ein Warzenschwein ans Wasser. Es ist amüsant anzuschauen wie sich dieses zuerst noch mit den Löwen ein kleines "Tächtel Mächtel" liefert. Doch er gibt nich nach und bekommt seine verdiente Portion Wasser. Danach wagen sich dann auch die anderen Tiere wieder. Zuerst kommt eine Gruppe Giraffe. Diese nähern sich sehr vorsichtig und kommen Meter für Meter heran. Immer wieder weichen sie zurück und beobachten ganz genau was die Löwen machen. Auch beim trinken unterbrechen Sie öfters um die Lage zu beobachten.
Wir verbringen den ganzen morgen am Chudop Wasserloch und es wird uns nie langweilig. Es läuft immer was und es herrscht reges treiben am kühlen Nass. Wir sitzen gespannt in unserem Hilux, natürlich immer mit der Kamera im Anschlag. Gegen Abend brechen wir erneut auf zum kleinen Namutoni. Wir denken da alles nach Plan lief Gestern, läuft heute sicher wieder etwa der "gleiche Film" ab. Aber denkste! Es ist eher Tote Hose und ausser ein paar Hyänen kommt gar nichts ans Wasserloch. Tja Pech! Wir hatten trotzdem 5 herrliche Tage in diesem wunderschönen Park. Denn morgen brechen wir Richtung Waterberg auf.
Wir verlassen den Ethosa Richtung Grootfontein das wir auch ohne Probleme, trotz zum Teils irreführenden Verkehrstafeln, finden.
 

Geschenk des Himmels


Ich muss hier aber erwähnen, dass die Strassen in ganz Namibia gut beschildert sind und wir immer alles auf Anhieb gefunden haben. Etwa 20 km westlich von Grootfontein liegt das nächste Superlativ von Namibia. Der HOBA Meteorit ist nämlich mit seinem Gewicht von über 50 Tonnen der schwerste Metallkörper aus dem Weltall der je gefunden wurde. Er besteht aus 80% Eisen und 20% Nickel. Dieser Metallrohling schlug vor ca. 80'000 Jahren auf die Erde auf. Damit sich nicht der einte oder andere Souvenirjäger ein Stück davon abschneidet ist der Meteorit eingezäunt und bewacht. Gegen ein kleines Eintrittsgeld können wir, diesen etwas rostenden Riesenklumpen aus Metall besichtigen.

Flachplateau Waterberg
Am Fusse des Waterberges schlagen wir das Nachtlager auf. Beim Infocenter buchen wir gleich noch eine kleine Safaritour für den nächsten Tag. Vor dem Nachtessen besteigen wir noch zu Fuss den Waterberg. Von diesem Flachplateau haben wir eine tolle Aussicht auf die topfebene Steppe. Zurück auf dem Zeltplatz treffen wir "Hidber" einen Schweizer aus Mels. Er ist mit seinem Motorrad unterwegs und will es bis nach Kenia schaffen. Wir laden ihn gleich zum Nachtessen ein. Nach dem Essen bei einem kühlen Bier verwöhnen uns ein paar Einheimische mit afrikanischen Gesängen.
Früh Morgens geht's dann auf die geführte Pirschfahrt auf das 200 Meter Hohe Plateau. Doch ausser ein paar Elanantilopen sehen wir keine Tiere und kehren etwas enttäuscht zurück zu unserem Jeep. Heute steht uns noch eine happige Strecke bis nach Gobabis bevor.