Faule Sprinter, schnelle Sprinter
Am Nachmittag fahren wir planlos umher und es sind nicht sehr viele Tiere zu sehen. Etwas vor uns sehen wir dann eine kleinere Autoschlange am Wegrand. Das heisst immer es müssen unweit davon entfernt auch Tiere sein. Doch als wir ankommen sehen wir zuerst gar nichts. Tja, aber irgendwo muss doch etwas sein....etwa Löwen?? Nein, es sind 2 Geparden die etwa 90 Meter von der Strasse entfernt im Schatten eines kleinen Baumes liegen. Sie sind kaum zu erspähen, liegen sie doch meistens flach am Boden und nur ab und zu erhebt sich einer um die Lage in der weiten Steppe abzuchecken. Wir verweilen schon mehr als eine Stunde und die Raubkatzen machen absolut nicht den Anschein sich etwas zu bewegen. Mittlerweile sind 2 Stunden vergangen, so jetzt muss doch mal was passieren sind wir überzeugt. So gerne würden wir die schnellsten Sprinter auf vier Beinen bewundern. Da plötzlich!! Es bewegt sich was und jetzt geht alles so schnell das wir fast nicht nachkommen mit hinschauen. Sie sprinten in unsere Richtung, aber zu unserem Pech überqueren sie die Strasse
hinter unserem Jeep und ich kann, während Mario rückwärts fährt, weit aus dem Fenster lehnend ein, zwei total unbrauchbare Fotos schiessen. Doch das ist ja auch nicht immer das wichtigste. Das Erlebnis zählt viel mehr und kann nicht immer auf Film festgehalten werden.

Nach diesem Highlight gehen wir wieder zurück ins Camp. Auf der Rückfahrt sehen wir noch ein paar Zebras. Mich faszinieren diese wie von Zauberhand angepinselten Tiere sehr, ist doch jedes ein Unikat. Mit unserem super Gaskocher wird dann eine feine Portion Pasta gekocht. Mit den Zeltnachbarn, einer Familie aus Österreich, plaudern wir noch etwas über die Pirschfahrten von heute.
 

Bevor wir schlafen gehen beobachten wir noch ein paar Tiere am beleuchteten Wasserloch. Nebst ein paar Elefanten kommt auch noch ein Nashorn ans Wasser um den Durst zu stillen.


Zauberhafte Etoschapfanne

Wieder früh auf Achse im Tierparadies Etosha treffen wir wieder so manchen Vierbeiner an. Nach zwei Nächten in Okaukuejo brechen wir auf Richtung Halali Camp wo wir eine Nacht verbringen.
Schon von weitem sind die "Langhälse" zu sehen wie sie graziös über die maisgelbe Steppe marschieren. Die bis zu 6 Meter hohen Vegetarier, mit ihren gelblich-rotbraunen Fellzeichnungen die an ein Pflastermuster erinnern, sind vielfach in Grossherden unterwegs. Es ist einfach super diese sanftmütigen Riesen aus nächster Nähe zu beobachten wie sie Blatt für Blatt aus den Baumwipfeln zupfen und das in freier Natur.

Weiter sehen wir eine Wasserbockfamilie die sich sehr vorsichtig ans Wasserloch heranwagt. Sie scheinen sehr nervös zu sein, denn die Jungen schrecken immer wieder zurück und suchen Zuflucht bei den Eltern.
Nebst vielen Perlhühner die nervös umherirren, schleichen auch zwei Schakale ums Wasserloch. Ein weiteres Schauspiel ist ein riesiger Schwarm winzig, kleiner Vögel die immer wieder, alle zusammen, zum Wasserloch fliegen und dann wieder zurück zum nächsten Busch. Wir verbringen wieder viele Stunden am Wasserloch und sitzen uns den Hintern wund. Da immer etwas läuft vergeht die Zeit auch sehr schnell und wir geniessen die Ruhe und die wilden Tiere. Natürlich machen wir auch viele Erinnerungsfotos.