Spitzkoppe - Matterhorn Namibias


Das Granitmassiv ist schon von weitem Sichtbar und wird von den ortsansässigen Damara verwaltet. Gegen ein kleines Eintrittsgeld kann man sich den Campingplatz selbst ringsum der Spitzkoppe aussuchen.

Schon am Eingang verkauft uns James ein paar "seltenschöne" Steine und als Geschenk gibt er uns ein paar weisse "Magicstones" mit auf den Weg. Diese sollen wir am Abend ins Lagerfeuer werfen, es werde etwas wahrlich Magisches passieren, verspricht uns James mit einem schelmischen Lächeln. Wir bedanken uns und fahren weiter zur Spitzkoppe.

Die majestätische Spitzkoppe fasziniert mich völlig. In der tief stehenden Abendsonne scheint der Granitblock zu glühen. An einem idyllischen Plätzchen schlagen wir unser Nachtlager auf. Vor dem Nachtessen klettern wir noch etwas in den Granitblöcken herum. Etwas erhöht hat man eine herrliche Aussicht auf die gelbe Steppe.
Heute steht eine feines Steak und Reis auf der Speisekarte. Natürlich wird heute ein besonders grosses Lagerfeuer gemacht. Bei einem Bierchen lassen wir diesen super Tag nochmals Revue passieren.
Über uns ist das Himmelszelt geschmückt mit unzählig vielen Sternen. Diese Leuchten aussergewöhnlich hell und scheinen zum greifen nahe, wie es "fast" nur in Namibia zu erleben ist. Die "Wundersteine" von James beginnen blau zu glühen im Feuer und verspritzen dann mit einem Lauten knall. Sleep well !
 


Zweifelsquelle und verbrannter Berg

Ich stelle den Wecker heute vor Sonnenaufgang und marschiere in die weite Steppe hinaus, während die andern noch tief schlafen. Denn ich will die Spitzkoppe schon bei den ersten Sonnenstrahlen erleben. Die Stimmung ist einfach herrlich und ich geniesse die Ruhe und das sagenhafte Farbenspiel.

Wieder zurück geht's dann nach einem reichhaltigen Frühstück los Richtung Twyfelfontein, das wir nach einer längeren Fahrt über Schotterpisten erreichen.
In Twyfelfontein, der Name bedeutet übrigens Zweifelsquelle weil der Farmer Levins der das Land 1947 erwarb bezweifelte, dass die vorhandene Quelle noch lange fliessen würde, sind bis zu 6000 Jahre alte Felsgravuren zu bewundern.

Auf einer ca. 1-stündigen, geführten Rundwanderung werden uns allerlei verschiedene Felsgravuren, die anno dazumal in Sandgestein geritzt wurden, gezeigt und erklärt. Unter anderem sind diverse Tiere wie Löwe, Giraffe usw. in diverse Steine geritzt. Speziell ist auch der mächtige, halbe Steinbogen der in den Himmel ragt.

Ein paar Kilometer entfernt, stehen Basaltsäulen wie Orgelpfeifen in einem Flussbett. Sie sind bis 5 Meter hoch und über 100 Millionen Jahre alt. Für diese "Pfeifen" benötigen wir nicht sehr viel Zeit, da der Ort nicht allzugross ist.

Gleich dahinter ragt der Burnt Mountain in den Himmel. Der Name trägt er weil der aus geschwärztem Kalkstein und Dolerit bestehende, flache Berg den Eindruck hinterlässt, als sei gerade ein Feuer über ihn hinweg geprasselt.