Gamsbergpass weckt Heimatgefühle


Ein besonderer Leckerbissen sollte man sich, auch als nicht "Gamser", auf keinen Fall entgehen lassen. Wir verlassen Sossusvlei in Richtung Solitair und machen uns auf die Passfahrten über den Spreetshoogte und den Gamsbergpass. Bei Beiden Pässen schlängeln sich die bis zu 23 % steilen Schotterstrassen den Berg hoch und man hat herrliche Ausblicke auf die endlos scheinende Landschaft.

Wir als Gamser haben natürlich noch etwas besonderes mit im Gepäck. Wir zeigen Flagge! :-)
So machen wir mit einer Gamserflagge noch ein kleines Fotoshooting bei der Gamsbergpass Tafel.

Der flache Gamsberg sieht aus, als ob die Spitze mit einem scharfen Schwert abgeschnitten wurde. Diesen 200 km langen Umweg über den 2334 Meter hohen Pass sollte man in Kauf nehmen, handelt es sich doch bei der kürzeren Strecke über den Kuiseb "Pass" lediglich um eine Flussbett Durchquerung. Denn die englische Bezeichnung Pass beinhaltet jegliche Art, ein Bergmassiv zu überqueren. Uns haben die Passfahrten sehr gut gefallen. Positiv ist sicher auch, dass sehr wenig Verkehr unterwegs ist.

Gegen Abend erreichen wir dann Swakopmund und gönnen uns, weil kein Campingplatz geöffnet ist, eine Nacht in einem kleinen Bungalow. Das Klima ist recht frisch hier und so sind die herrlichen Sandstrände rund um Swakopmund auch Menschenleer. Wir bleiben auch nur eine Nacht hier und ziehen am nächsten Tag weiter nördlich. Vor der Weiterfahrt füllen wir noch unsere Vorräte an Wasser und Nahrungsmittel auf.
 

Cape Cross - "strengriechendes" Robbenparadies


Am Cape Cross 115 km nördlich von Swakopmund tummeln sich je nach Jahreszeit 80'000 - 100'000 Zwergpelzrobben herum. Das Cape Cross Seal Reserve ist somit die grösste Robbenkolonie an der Küste Südafrikas und Namibias. Paarungszeit ist zwischen November und Dezember. Ausserhalb dieser Zeit sind kaum Bullen in der Kolonie zu sehen. Ab Mitte Oktober kommen sie dann zurück um ihre Territorien auszusuchen und zu besetzen.

Ausgewachsene Bullen wiegen normalerweise ca. 190 kg. Zu Beginn der Brunft haben sie soviel Nahrungsreserven aufgebaut, dass sie bis zu 360 kg wiegen. In den sechs Wochen wo sie ihre Territorien besetzen und den Kühen den Hof machen verbrauchen sie dann diese Reserven wieder. Die Kühe sind erheblich kleiner und wiegen nur ungefähr 75 kg.

Ein paar Wochen nach den Bullen kommen dann auch die trächtigen Kühe an Land um dort ein einziges Junges zu gebären. Zwischen 5 und 25 Kühe bilden ein Harem eines Bullen. Binnen einer Woche nach der Geburt der Jungen wird jede Kuh wieder von einem Bullen gedeckt. Somit ist eine Kuh bis auf ein paar Tage das ganze Jahr trächtig.

Das besondere Schauspiel am Cape Cross ist nichts für empfindliche "Näschen" liegt doch ein sehr strenger Duft in der Luft. Unsere Kleider riechen eine Woche später noch nach Seebären. Stört einem diese Tatsache nicht, ist es herrlich diese Tiere zu beobachten. Ich kann einen Besuch nur empfehlen.